Marketing: Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung = dort sein, wo Bedürfnisse gestillt werden

Welche Werbung ist sinnvoll investiert? Diese Frage stellt sich jedem Unternehmer immer wieder. Sprüche wie «Wer nicht wirbt, stirbt!», oder «Die Hälfte meiner Werbekosten sind zum Fenster herausgeworfenes Geld, ich weiss nur nicht welche Hälfte» hört man immer wieder und sie verunsichern unnötig. Was nicht genau gemessen werden kann, wo nicht konkrete Anfragen oder Feedbacks kommen, gilt als «herausgeworfenes Geld». Das muss nicht so sein. Oftmals liegt es ganz einfach an der Werbebotschaft, an dem Zeitpunkt, etc.

Buswerbung – «abgefahrene Werbung»

Abgefahrene Werbung

Werbung auf Lininenbussen – voll «abgefahrene» Werbung

Ein Beispiel: Kürzlich war ich in Wetzikon am Bahnhof. Da ist mir eine Werbung aufgefallen. Auf der ganzen Länge des Busses stand die Werbung für ein Taxiunternehmen. «Bus verpasst? Firma XY Taxi – Telefon …» ich erlaube mir hier, auf den Firmennamen des werbenden Unternehmens zu verzichten. Die Idee mit dem Taxiunternehmen zu werben ist gut. Besonders direkt an einem Ort, wo das Bedürfnis konkret werden könnte: am Bahnhof. Der Nachteil liegt darin, dass mit dem abgefahrenen Bus auch die Werbung «abgefahren» ist … Natürlich kann man jetzt sagen, dass sich die Passagiere den Slogan, die Werbung im Voraus merken können. Vielleicht. Doch dem gegenüber steht die Tatsache, dass Werbung genau dann wirkt, wenn das Bedürfnis konkret ist. Eine Plakatwerbung am Bahnhof wäre unter Umständen die bessere Lösung.

Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung

Bei der genannten Beispielwerbung fehlt auch eine Internetadresse oder ein QR-Code, damit man sich im Vorfeld auf seinem Handy über das Taxiunternehmen informieren kann. Damit erhielte diese Werbung bereits ein konkretes Messinstrument. Online Zugriffe messen können, vielleicht sogar mit einer Seite, die man nur über eine direkte URL finden kann. Beispiel taxiunternehmen.ch/wetzikon. Online-Marketing bietet viele ergänzende Möglichkeiten zur klassischen Werbung. Mit klassischer Werbung wie Print, Radio und TV werden Bedürfnisse geweckt, mit dem Internet werden sie befriedigt.

Darum ist Suchmaschinenoptimierung ganz wichtig. Es gilt genau dann, wenn das Bedürfnis vorhanden ist, in Google und anderen Suchmaschinen gefunden zu werden. Fährt mir also der Bus in Wetzikon ab, kann ich mit meinem Smartphone via Google nach einem Taxiunternehmen suchen. Der Vorteil von Google, bei einer Adwords Kampagne kann die Telefonnummer angezeigt werden. Der potenzielle Kunde muss nur noch auf diese Nummer tippen und wird direkt verbunden. Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und unter den richtigen Begriffen präsent zu sein und den Zugriff zum Angebot zu erleichtern.

Was ist nun besser: klassische Werbung oder Online-Marketing wie zum Beispiel Suchmaschinenoptimierung?

Es gibt immer wieder Kunden, die mir sagen, sie würden nur noch auf Online-Marketing setzen. Ich empfehle immer auf beiden Kanälen zu fahren. Was nicht beworben wird, wird nicht gesucht. Anders gesagt, wenn das Kundenbedürfnis mit der klassischen Werbung nicht geweckt wird, wird auch in Suchmaschinen weniger danach gesucht. Diese Abhängigkeiten werden immer noch unterschätzt und manchmal sträflich vernachlässigt.

Worauf ist zu achten?

Mobile-Marketing nimmt zu

Verändertes Verhalten seitens der potenziellen Kunden – Mobile-Marketing nimmt zu

Laut dem Mobile-Report 2012 von Net-Metrix, sei die Gruppe der Tablet-User in nur einem halben Jahr um 90 Prozent gewachsen und umfasse jetzt rund 780‘000 Schweizerinnen und Schweizer. Das sind viele Arbeitnehmer, die auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause sich im Web informieren. Das bedeutet, dass Plakatwerbung im Zusammenhang mit Mobile-Marketing wichtiger wird. Wird eine Radiowerbung geschalten, soll dem Hörer eine weiterführende, leicht zu merkende Internet Adresse vermittelt werden, mit der er oder sie sich weiter informieren können. Die grundsätzlichen Fragen:

  • Wer ist mein Kunde?
  • Was beschäftigt ihn?
  • Mit welchen Verkehrsmitteln fährt er zur Arbeit?
Suchmaschinenoptimierung und Online-Marketing - Chancen nutzen!

Suchmaschinenoptimierung und Online-Marketing – Chancen nutzen!

Sie bestimmen die Werbemittel, die Werbebotschaft und den Ort, wo Werbung geschaltet wird. Ergänzt wird das Ganze durch Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung = dort sein, wo die Fragen gestellt und Bedürfnisse gestillt werden können.

Beispiel: Lokales Online- und Content-Marketing

Radiowerbung: Mit Gestaltungselementen Vertrauen schaffen

Wer ein Buch liest, erinnert sich später nicht an die vielen Buchstaben. Aber an die Protagonisten und Geschichten und die damit verbundenen Emotionen. Vieles davon läuft unbewusst ab. Ähnlich  bei der Radiowerbung. Um die Werbepointe im Kopf der Zielgruppe (richtig) zu verankern,  müssen zahlreiche Aspekte berücksichtigt werden.

Erlebnisse und Kultur beeinflussen den «Kinofilm»

«Radiowerbung ist Kino im Kopf» lautet ein bekannter Slogan. Wer Radio hört, hat kein Bild vor sich. Man macht sich aufgrund vom Gehörten ein Bild. Dieses Bild wird durch Musik, Wortwahl, das Marktschreierische oder die gespielte Szene beeinflusst. Wo das Vorstellungsvermögen gefordert wird, fliessen auch persönliche Erlebnisse hinein. Es gilt nicht was A sagt, sondern was B versteht.

Ein Radiospot, der das S.O.S Zeichen verwendet, kommt bei Hörern an der Meeresküste schlecht an. Viele Angehörige leben vom Fischfang und sind oft auf dem unberechenbaren Meer unterwegs. Wird in der Schweiz im Radio für Käsekuchen geworben und ein Schwabe hört zu, erwartet er süssen Quarkkuchen.

Chance und Gefahren von Slogans

Der amerikanische Präsident Barack Obama hat den Slogan «Yes, we can!» in seiner Wahlpropaganda verwendet. Ist Obama erfolgreich, wird damit etwas Gutes assoziiert. Inzwischen ist er eher umstritten. Der Slogan wirkt darum abgedroschen und kann keine positiven Gefühle und Vorstellungen mehr auslösen. Handumkehrt haben Slogans oder bekannte Sprüche grossen Wiedererkennungswert. «Dä söll emol cho» ist in der TV-Sendung Teleboy vom kürzlich verstorbenen TV-Entertainer Kurt Felix entstanden. Wer diese Sendung gesehen hat, kann sich immer noch an die entsprechende Szene erinnern.

Ein Slogan muss einfach und prägnant sein, möglichst originell und Bilder aus dem Alltag wecken. Heute ist es möglich, via Google nach dem Ursprung eines Slogans zu forschen. So erkennt man auch, in welchem Zusammenhang dieser verwendet wurde.

Regionale Aspekte

Radiowerbung kann heute dank Lokalradio gezielter eingesetzt werden. Dabei muss in den Spots auf regionale Dialekte geachtet werden. Der Baslerdialekt kommt beispielsweise in einem Berner Radio nicht gut an. Heimat schafft Vertrauen. Was nicht verstanden wird, schafft unnötige Hürden.

Kino und Erinnerungen

Mit den richtigen Stimmen, Elementen (Hintergrundgeräuschen) und der Wortwahl kann ein möglichst positives Gefühl bei der Zielgruppe ausgelöst werden. Unvergesslich ist die Begleitmusik, die die Migros in ihren Spots, sowohl in TV wie im Radio verwendet hat. In weiteren Spots konnte mit diesem Element die Migros in den Köpfen der Zielgruppe verankert werden. Damit wurde nicht nur das Kino im Kopf gefördert, sondern auch Erinnerungen geweckt.

Spezial Interest Radio

Zum Schluss noch ein Hinweis: Inzwischen gibt es zahlreiche Special Interest Radios, wo Radiowerbung zielgruppengerecht gebucht werden kann. Je nach Werbebotschaft und Zielgruppe sind diese bei Kampagnen mit zu berücksichtigen. Mit der Förderung von Spezialinteressen schafft man Vertrauen, mit Vertrauen steigert man die Kontaktqualität und damit die Chance auf einen Kauf. Die thematische Nähe zum Hörer ist hier entscheidend.

Beispiel Radiowerbung: Special Interest Radio Life Channel

Beispiel Radiowerbung: Special Interest Radio Life Channel