Logodesign – darauf kommt es an

Auf der Social-Media-Plattform LinkedIn wurde mir vor einigen Wochen ein englischsprachiges Video zum Thema «Logodesign» angezeigt. Ein US-amerikanischer Werbespezialist stellte in einem kurzen Tutorial die Wichtigkeit eines einprägsamen Logos und von professionellem Logodesign vor. Im Video erklärte der Grafikdesigner den interessanten Aufbau des Porsche-Logos.

Das Design des Porsche-Logos

Viele Marken setzen auf schlichtes, einprägsames Logodesign, das von jedermann ganz einfach nachgemalt werden könnte. Denken Sie nur an Apple, Nike, Audi, Volkswagen oder BMW. Im Gegensatz dazu ist das Porsche-Logo vergleichsweise komplex aufgebaut und dennoch eindeutig wiederzuerkennen.

Logodesign: Marken und Gemeinden haben ein visuelles Erscheindungsbild

Städtewappen als Grundlage

Das Porsche-Wappen besteht aus zwei übereinander gelagerten Wappen: dem Staatswappen des historischen Landes Württemberg-Hohenzollern in Kombination mit dem leicht abgewandelten Wappen der Stadt Stuttgart, der Landeshauptstadt des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg. Das Wappen von Württemberg-Hohenzollern zeigt in zwei Feldern farbige Balken mit den schwarz-roten Landesfarben, in zwei weiteren Feldern drei liegende, schwarze Hirschstangen vor goldenem Hintergrund. Das Stuttgarter Wappen zeigt den Stadtnamen und ein steigendes schwarzes Pferd – das «Stuttgarter Rössle» – auf goldenem Grund. Ganz oben im Porsche-Wappen steht der Porsche-Schriftzug geschrieben.

Das Logodesign des Porsche-Wappens wurde im Jahr 1952 entwickelt und seither nur in Kleinigkeiten geändert. Die Verwendung der beiden Wappen ist dabei ein Zeichen für die starke Verbundenheit des Autobauers mit seiner schwäbischen Heimat.

Das Logo «bleibt», aber es lebt auch

Das Stadtwappen der Stadt Stuttgart geht auf ein Stadtsiegel aus dem Jahr 1312 zurück. Hier waren damals zwei heraldische, nach rechts schreitende Pferde abgebildet. Im Laufe der Jahrhunderte wurden das Logo und seine Form mehrfach geändert. Das Pferd blieb jedoch stets in unterschiedlichen Formen – beispielsweise schreitend, galoppierend, springend oder steigend – enthalten. Seit dem Jahr 1938 wird das Logo in seiner aktuellen Form mit einem steigenden schwarzen Pferd verwendet.

Ein starkes Logo für Gemeinden und Städte

Nicht nur für Unternehmen und Marken ist ein starkes Logo mit möglichst ansprechendem Design wichtig. Auch Städte und Gemeinden sollten auf ein starkes Logo setzen.

Auch die Wappen und Fahnen der Stadt und des Kantons Bern sind ein redendes Wappen, das überregionalen und internationalen Wiedererkennungswert hat. Das Logo zeigt auf rotem Grund einen goldenen Rechtsschrägbalken, auf dem ein schwarzer Bär mit roten Krallen aufwärts schreitet. Damit Wappen und Fahnen immer mit der gleichen Farbe umgesetzt werden können, wurden beim Logodesign die Farben eindeutig definiert. Für das Berner Wappen und die Berner Fahne wurde das Rot als CMYK-Farbe für den Vierfarbendruck (C0, M100, Y100, K0) beziehungsweise als Pantone-Farbe (Pantone 032 U oder Pantone 032 C) festgelegt.

Denken Sie bei der Gestaltung des Logos für Ihre Gemeinde oder für Ihre Stadt auch daran, dass vielleicht in wenigen Jahr(hundert)en auch Ihr Wappen das Logo eines weltweit – oder bis dahin vielleicht sogar im gesamten Sonnensystem – agierenden Konzerns zieren könnte.

Quellen:

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Über Jasmin Taher

Jasmin Taher, 1977 geboren, hat ein katholisches Mädchengymnasium überlebt. Von klein an war Musizieren – sie singt und spielt Blockflöte, Violine, Klavier sowie Orgel – ihre Leidenschaft. Nach dem Studium der Textilchemie war Jasmin Taher international beruflich tätig. Bei ihrer ersten Reise nach China im Februar 2006 hat sie das Schreiben für sich entdeckt und erfreut seitdem ihre Familie, Freunde und Bekannte regelmäßig mit Reiseberichten, Newslettern sowie Weltbetrachtungen. In China hatte sie wahres Glück, denn im Besprechungsraum neben ihrem Büro stand ein Klavier, das sie benutzen durfte. Berufe hat Jasmin Taher inzwischen mehrere. Nach Ihrem Ingenieursstudium hat sie eine Ausbildung zur Kirchenmusikerin im Nebenamt und eine Clown-Akademie absolviert. Wenn sie nicht gerade Musik macht, steht sie auf der Bühne und freut sich, wenn sie ehrenamtlich als Clownin das Publikum – derzeit mit einem international verständlichen Programm Zuschauer jeden Alters aus aller Herren Ländern – zum Lachen bringen kann. Jasmin Qaud lebt in Süddeutschland, ist verheiratet, hat einen Sohn und keinen Hund.